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Hinweis Junior!_Ticket

Das große Thema „Neugier“

Er sei „ein junger, und die Welt zu durchsehen auch begieriger Mensch“ gewesen, schrieb der 66-jährige Heinrich Schütz und blickte auf jenen Moment seines Lebens zurück, in dem er sich nach Italien aufmachte, sich ins Offene wagte und in Venedig eine neue faszinierend-fremde Welt entdeckte. Was da im Jahr 1609 für den jungen Mann wie ein großes Abenteuer begann, wurde zum lebenslang prägenden Erlebnis für den späterhin gerühmten Komponisten. Dieser alterslosen Neugier des großen Komponisten – eine Eigenschaft, die ihn wie alle seine bedeutenden Zeitgenossen auszeichnete – nachspürend, stand das Heinrich Schütz Musikfest im Jahr 2013 unter dem Motto "die Welt zu durchsehen".

Hochkarätige Solisten und Ensembles im Programm

Abschlusskonzert Heinrich Schütz Musikfest 2013Ein umjubeltes Konzert der Ensembles Collegium 1704 und Collegium Vocale 1704 unter der Leitung von Václav Luks beschloss am 20. Oktober 2013 in der Dresdner Annenkirche das diesjährige Musikfest, das an Heinrich Schütz‘ 428. Geburtstag am 8. Oktober und ab dem 11. Oktober 2013 in mehr als 40 Einzelveranstaltungen an den authentischen Lebensstationen des Komponisten in Mitteldeutschland erneut ein umfassendes Bild der Musikgeschichte des 17. Jahrhunderts gezeichnet hatte.
Weitere Höhepunkte des Festivals waren die Konzerte des international besetzten Vokalensembles "Sette Voci" unter der Leitung des legendären Baritons Peter Kooij, das als „artist in residence“ das Publikum an den Festivalorten Weißenfels, Dresden und Bad Köstritz begeisterte, sowie die Auftritte von BL!NDMAN [sax] und BL!NDMAN [vox]. Die beiden belgischen Ensembles boten faszinierende Sichtweisen auf die Alte Musik in Arrangements für Saxophone und Stimmen ihres Leiters Eric Sleichim und in einem begeistert aufgenommenen Werk des Berliner Komponisten Oliver Schneller, das als Auftragswerk des Festivals uraufgeführt wurde.

4000 begeisterte Musikfreunde besuchten Veranstaltungen in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen

Insgesamt erlebten mehr als 4000 Besucher die unterschiedlichen Veranstaltungsangebote, die von Führungen, Vorträgen, Lesungen, musikalischen Gottesdiensten und speziellen Angeboten für Kinder und Jugendliche bis zu Konzerten mit weiteren international renommierten Spitzenensembles der historischen Aufführungspraxis, wie der Rheinischen Kantorei unter der Leitung von Hermann Max und dem Vokalensemble Stimmwerck, reichten.

Neuer Ort für Alte Musik

Ein Novum stellte die erstmalige Einbeziehung der Stadt Zeitz in die Reihe der Aufführungsorte des überregionalen Festivals dar. Das Ensemble officium aus Heidelberg wurde im sehr gut besuchten Zeitzer Dom St. Peter und Paul, der eine der Wirkungsstätten des Komponisten Heinrich Schütz war, für seine stimmungsvolle Darbietung der Musik des Frühbarocks stürmisch gefeiert. Die Mitteldeutsche Barockmusik e.V. als Veranstalterin des Festivals und der Förderverein Musikfreunde EULE-Orgel Zeitzer Dom erklärten, die Einbeziehung der Stadt Zeitz als Spielstätte des Heinrich Schütz Musikfests im kommenden Jahr fortsetzen zu wollen. Wiederholt wurde auch die Stadt Gera als weiterer Festivalort in das Programm einbezogen.

Alte Musik für junge Menschen

Kinder beim Familienkonzert 2013 | Foto: Mathias Marx Spezielle Veranstaltungen für die ganze Familie sind zur guten Tradition des Heinrich Schütz Musikfests geworden. In diesem Jahr zog das Kindermusiktheater MUSIBOR in einer faszinierenden Mischung aus Puppenspiel und virtuosem Instrumentalspiel schon die Kleinsten in den Bann. Die Geschichte für Kinder ab 4 Jahren mit dem Puppenspieler Martin Lenz wurde begleitet mit Musik für Blockflöte, Viola da gamba und Percussion rund um Heinrich Schütz und seine musizierenden Kollegen. Wie Däumelinchen zahlreiche Abenteuer bestehen muss, um schließlich ihren Traumprinzen zu finden, konnten kleine Musikfreunde und ihre Eltern in sehr gut besuchten Aufführungen in Dresden, Weißenfels und Bad Köstritz erleben.

Bereits zum festen Bestandteil im Programm des Musikfests ist auch das Konzert „Schütz_junior!“ geworden, bei dem am 13. Oktober 2013 um 11.00 Uhr Schüler und Ensembles des Heinrich-Schütz-Konservatoriums im Konzertsaal der Hochschule für Musik erneut den Beweis erbrachten, dass Alte Musik durchaus etwas für junge Menschen ist. Blechbläser- und Blockflöten- und Kammermusikensembles, ein Gambenconsort und der dresdner motettenchor unter der Leitung von Matthias Jung legten klingendes Zeugnis vom hohen Niveau der Ausbildung auf dem Gebiet der Alten Musik an dieser Musikschule ab.

Erstmalig wurde in diesem Jahr das Junior-Ticket angeboten, das es Schülerinnen und Schülern ermöglichte, bei Vorlage des Schülerausweises die Veranstaltungen des Musikfests für einen Eintrittspreis von jeweils 5,- Euro zu erleben, was von zahlreichen jungen Musikfreunden und Familien in Anspruch genommen wurde.

Ein einzigartiges Forum der Barockmusik

1998 als Mitteldeutsche Heinrich-Schütz-Tage gegründet, hat sich sich das Musikfest zu Ehren von Heinrich Schütz in den 16 Jahren seines Bestehens zu einem bundesweit ausstrahlenden Forum für die Musik des ersten deutschen Komponisten von Weltgeltung und des 17. Jahrhunderts im Allgemeinen entwickelt.

Vom 10. bis zum 19. Oktober 2014 wird das Heinrich Schütz Musikfest erneut stattfinden.
Als „artist in residence“ wird dann das Ensemble „Ars Nova Copenhagen“ zu Gast sein.
Nähere Informationen zum Programm finden Sie ab April 2014 an dieser Stelle.

 
eine Veranstaltung der MBM
 
 
 
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